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Über Nepal
Eingezwängt zwischen den bevölkerungsreichen Mächten
China und Indien liegt Nepal als länglicher Streifen von Ost
nach West zwischen der Gangestiefebene im Süden und der Himalaya-Region
im Norden.
Nepal kann in drei geographische Regionen aufgeteilt werden: Die Hochgebirgsregion,
die Hügel- und Bergregion (Mittelgebirge zwischen 400 - 3.000
m) und die tiefgelegenen Ebenen, bekannt als das Terai. Die Hochgebirgsregion
des Himalaya umfasst die 13 höchsten Berge der Welt, einschließlich
des Mount Everest. Das Klima reicht in den bewohnten Gebieten je nach
Jahreszeit von subtropisch bis zum Gefrierpunkt. Die Amtssprache ist
Nepali, obgleich es über 60 unterschiedliche ethnische Gruppen
und Rassen mit etwa 50 verschiedenen Sprachen gibt. Englisch ist in
den Städten und Amtsstuben die Zweitsprache und wird von den
gebildeten Bevölkerungsschichten gesprochen.
Nepal befindet sich in einer schwierigen und instabilen politischen
Lage. Durch blutige Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgruppen
des Hindukönigreiches und linksgerichteten maoistischen Aufständischen
starben seit 1996 vermutlich 10.000 Menschen einen gewaltsamen Tod.
Hinzu kommen ständig landesweit ausgerufene Streiks, die das
öffentliche Leben und die Wirtschaft lahm legen. Die Wirtschaft
Nepals hängt fast völlig von der Agrarwirtschaft ab. Mehr
als 80% der rund 24 Millionen Einwohner leiten daraus ihren Lebensunterhalt
ab. Das zarte Pflänzchen Tourismus hat durch Aufstände und
Streiks immer wieder Probleme, sich zu entwickeln. Wegen kaum vorhandener
flächendeckender Infrastruktur und einem nur mangelhaft funktionierenden
staatlichen Unterstützungssystem ist die soziale Grundversorgung
der Bevölkerung in keiner Weise zufriedenstellend. Insbesondere
Frauen und Kinder sind die Leidtragenden. |
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